Direkt zum Inhalt.

 

 

saturn Wenn wir zu unserem inneren Saturn reisen, so kommen wir mit unserer eigenen Struktur, unserer Fähigkeit uns abzugrenzen und Verantwortung für uns und andere zu übernehmen, in Berührung.

Saturn ist das Prinzip in uns, dass dafür sorgt, dass wir Dinge auch wirklich auf die Erde bringen und nicht nur in Phantasien steckenbleiben. Er hilft uns, uns als eigenständiges Individuum zu entwickeln, zeigt uns aber auch, wo wir uns zu sehr abschotten und uns Neuem verweigern.

Saturn in der Mythologie

Saturn begegnet uns sowohl in der römischen als auch der griechischen Mythologie. Bei den Römern war Saturnus der Gott des Ackerbaus, der Obst- und Weingüter. Er war mit der römischen Göttin Ops verheiratet, die für den Erntesegen und die Fruchtbarkeit zuständig war, die aber auch als Schutzgöttin der Neugeborenen verehrt wurde.

(Francisco José de Goya y Lucientes)Im antiken Griechenland wird Saturn Chronos gleichgesetzt. Er war der jüngste Sohn von Uranos, dem gestirnten Himmel und Gaia, der Erde. Uranos zeugte fortwährend Kinder , die Kyklopen, die er dann in den Tartaros (die Unterwelt) verbannte.Weitere Kinder, die Titanen, verbarg Gaia fortan in sich, um sie vor Uranos zu schützen. Als ihr dies zuviel wurde, forderte sie ihre Kinder auf, gegen den Vater aufzubegehren und ihn zu entmannen. Unter der Führung von Kronos, dem jüngsten Titanen, taten sie dies auch und Kronos entmannte Uranos mit einer Sichel im Schlaf und warf sein Geschlecht ins Meer. Aus dem sich bildenen Schaum entsprang Aphrodite. Aus dem zu Boden gefallenen Blutstropfen entstanden die Erinnyen, jene drei Furien, die seitdem Vatermord und Meineid verfolgen.So wurde Kronos zum Alleinherrscher. Er heiratete seine Schwester, die Titanin Rhea. Aufgrund eines Orakelspruches, der ihm prophezeite, dass auch er von einem seiner Söhne entthront würde, verschlang er all seine Kinder. Nur Zeus konnte vor ihm gerettet werden. Dieser übernahm dann später die Macht.

Januskopf von RoquepertuseNach seiner Absetzung wurde Kronos/Saturn in einer Überlieferung nach Elysium, einem Teil der Unterwelt, in dem die Seligen sich aufhalten, verbannt. Eine andere Version sagt, dass er im Tartaros gefangen gehalten wurde. In der römischen Überlieferung siedelte Saturnus sich in Latium ( Gebiet um Rom- man denke an 'Latio Rom') an und machte das Land urbar, indem er die Gesetzmäßigkeiten der Natur beobachtete. Er lehrte dort König Janus die Bestellung der Felder und die Prinzipien von Recht und Ordnung. Unter Saturn als König herrschte das mythische Goldene Zeitalter in Latium, eine völlig sorgenfreie und schuldlose Zeit. Schließlich wird er selbst zum Herrscher in Latium und identisch mit dessen König Janus. Als dieser Janus ( Link zur Webseite: www.lateinservice.de) zeichnet er sich durch seine zwei Köpfe bzw. zwei Gesichter aus. Das eine ist für die Rückschau in die Vergangeheit zuständig, das andere blickt wissend in die Zukunft.

Weiter mit Zur Symbolik von Saturn


 Die Symbolik des Saturn

saturn Saturns Aufstieg zur Macht ist in eine Familiengeschichte eingebettet. Saturn hat von Anfang an einen schweren Stand. Er entmachtet ( und entmannt!) seinen Vater, weil er Verständnis dafür hat, dass seine Mutter das Chaos und die ungeheure Vielfalt (Uranos) nicht mehr ertragen kann. Er fühlt sich - obwohl er der Jüngste ist - trotzdem verantwortlich und handelt im Auftrag seiner Mutter. Er wird an seinem Vater schuldig.

Die Angst vor dem Neuen

Einerseits übernimmt er die Verantwortung und bringt die weltliche Ordnung in das Chaos. Er handelt aus Notwendigkeit heraus und verkörpert das Durchhaltevermögen, angestrebte Ziele auch zu errreichen.An die Macht gekommen, schaut er andrerseits nicht rechts und nichts links und ist nur auf die Absicherung seiner Macht bedacht.Er will die alte Ordnung bewahren und hält an Überfälligem fest. Aus Angst, gestürzt zu werden, handelt er lebensfeindlich, indem er seine Kinder verschlingt und sich dem Neuen verweigert.

Die Folgen

saturnSeine Geschichte versinnbildlicht , dass unser Handeln folgen hat. Er muss die Schuld, die er mit der Entmachtung seines Vaters und der Unterdrückung seiner Kinder auf sich genommen hat, büßen.

Das Janusgesicht

Erst als er verbannt wurde, zeigt sich sein zweites Gesicht.Seine Doppelköpfigkeit mahnt dazu, den Blick sowohl in die Vergangen-heit, als auch in die Zukunft zu richten, um die Bedeutung der Gegenwart zu erfassen.
In Latium findet er zu seiner Meisterschaft: mit viel Umsicht und Pflichtgefühl beackert er das Land und macht es fruchtbar. Verankert in seiner Ausgeglichenheit, gibt er den Mut, Überkommenes fallen zu lassen, um neues Wachstum zu ermöglichen.

Der Hüter der Schwelle

(Manfred Kyber)

Jede neue Stufe ins Helle
ist neuer Währung wert.
Vor ihr mit flammendem Schwert
steht der Hüter der Schwelle.
Vor jeder Stufe wache und bete,
daß deine Seele rein
den neuen Tempel betrete,
muß sie selber ein Tempel sein.
Bis einst in heilger Helle
zu ihres Ursprungs klarer Quelle
sich klärt
des Willens wandernde Welle -
hüte mit flammendem Schwert,
hüte uns, Hüter der Schwelle..,

Saturn im Horoskop

Seine Stellung im Horoskop (besonders in den Häusern) symbo-lisiert den Lebensbereich, in dem wir enttäuscht und frustriert wurden und werden.Er ist der der Hüter der Schwelle und somit das Prinzip, das uns Grenzen setzt. Oft wurden wir schon in früher Kindheit schwer belastet und in unserer freien Entfaltung gehemmt. Saturn bringt uns auf den Weg der Selbstentdeckung und bietet immer Gelegenheit, die mit ihm verbundene Funktion zu entwicken. Nur durch die Auseinandersetzung mit unseren Ängsten und Unzulänglichkeiten erlaubt er uns die Schwelle zu überschreiten und zu Erfolg zu kommen (Latium). Somit fördert Saturn unser eigenes Wachstum.

Saturn symbolisiert unser Bedürfnis nach Beständigkeit, nach Dauer. Seine Grenzen und Regeln dienen dazu, dass wir im Sinne unserer Sonne ein eigenständiges Individuum werden und uns dabei auch vor Übergriffen der anderen schützen. Wenn wir innerlich reif und erfahren genug sind, können wir selbst Verantwortung für unser Tun und Lassen übernehmen. So ist Saturn auch der Herr der Zeit, Symbol der Reife, des Alters und zuweilen auch des Todes, in Form des "Sensenmannes".
Ohne ihn gäbe es keine Sicherheit und Konstanz, keine Ordnung und Struktur. Wenn er zu stark wird, gibt es kein Wachstum mehr, nicht Neues. Dann schneidet er uns vom Leben ab, und wir erstarren.

Weiter mit Begegne deinem inneren Saturn


Reise zu deinem inneren Saturn

saturn Wenn du deinem inneren Saturn begegnen willst, stelle dir eine Wiese am Fuße eines Gebirges vor. Du hast vor, den hohen Berg, der vor dir liegt, zu erklimmen. Langsam machst du dich auf den Weg. Du bist allein. Der Weg ist beschwerlich. Ab und zu schaust du zurück und siehst, welchen Weg du schon zurückgelegt hast. Der Pfad wird immer unwegsamer und die Landschaft karger. Manchmal rutscht du aus, doch es gelingt dir, höher und höher zu steigen. Als du oben angekommen bist, genießt du den weiten Blick. Hier oben, vielleicht in einer Felshöhle, lebt dein Saturn.

Du kannst ihn befragen

  • wie du mehr Struktur entwickeln kannst
  • wo du zu sehr an Altem festhältst und dich Neuem verschließt
  • welche Folgen deine Handlungen und Einstellungen bisher in deinem Leben hatten
  • in welchen Bereichen du mehr Verantwortung übernehmen solltest

Wenn du magst, kannst du auch noch eine Bildermeditation zu Saturn machen.

 
 
 
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok