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Neulich sprach mich jemand auf die Astrologie an und meinte, das Wissen um das eigene Horoskop würde doch nur einengen und festlegen. Bei der Frage ist mir klar geworden, dass das durchaus der Fall sein kann, egal wie sehr der Berater/die Beraterin sich bemüht, wertfrei Lösungsmöglichkeiten aufzudecken.

Und doch erscheint es mir nicht angebracht, Astrologie damit gleich in die Schublade zu legen. Wenn ich jemandem sein Horoskop, seinen Bauplan des Lebens, vorstelle, muss das keine Festlegung sein. Ich kann ihm aufzeigen, wie er/sie bisher mit Leben umgegangen ist. Und dann kann ich ihm klar machen, dass er heute die Chance hat, eine neue Entscheidung in Bezug auf sein Leben zu treffen.

Astrologie macht nur Sinn, wenn man davon ausgeht, dass Wir es waren, die sich entschlossen haben, bestimmte Erfahrungen in diesem Leben zu machen. Welche Erfahrungen das sind, kann man im Horoskop ablesen. Das Ganze geschieht mehr oder weniger unbewusst, bis zu dem Moment, da wir aufwachen und begreifen, dass wir unsere Erfahrungen selber erschaffen. Das ist der Moment, in dem wir anfangen, neue Wege zu beschreiten.

Nehmen wir an, jemand hat ein Großes Quadrat in seinem Horoskop und auch die anderen Planeten sind spannungsreich verbunden. So einem Menschen würde man in der traditionellen Astrologie - auf welche Weise auch immer - sagen, dass in ihm verschiedene Kräfte in verschiedene Richtungen ziehen und dass er nach Lösungsmöglichkeiten der Zentrierung suchen sollte.

Die Verantwortung übernehmen

Eine transformationsorientierte Astrologie jedoch wird diesem Mensch verdeutlichen, dass ER sich bei der Zeugung oder bei der Geburt dazu entschlossen hat, das Gefühl von Hin- und Hergerissensein in diesem Leben noch einmal ganz intensiv zu fühlen. Man zeigt ihm auf, wie er bisher unbewusst erschaffen hat und dass er ab jetzt andere Wege gehen und zum bewussten Erschaffer werden kann.

So können alte Muster aufgedeckt, bewusst gemacht werden und der Berater wird zum Begleiter auf dem Wege der Transformation. Man hat dann zwar immer noch -- - wie in obigem Beispiel - das große Quadrat, aber man kann sich nun entscheiden, andere Erfahrungen machen zu wollen, innerlich zu sagen: Das Gefühl des Hin- und Hergerissenseins habe ich nun intensiv genug gefühlt. Ich entscheide mich heute neu.

Das Horoskop erlösen - sich selbst befreien

Der Wesenskern, symbolisiert durch die Planeten in Zeichen und Häusern, ändert sich durch die Neuentscheidung nicht - eine Waage-Sonne bleibt eine Waage-Sonne und derjenige mit Waagesonne wird weiterhin waagetypisch durchs Leben gehen, nur mit dem Unterschied, dass er seine Waagequalitäten jetzt bewusst lebt.

Ich erlöse zusagen mein Horoskop, indem ich die Verantwortung dafür übernehme. Das ist der Zeitpunkt, an dem ich auch völlig neue Wege gehen kann, die im Horoskop nicht sichtbar sind. All das aus dem Bewusstsein heraus, dass ich es bin, die meine Tage, meine Beziehungen erschafft.

Es scheint so, dass die Spannungsaspekte im Horoskop durch das neue Bewusstsein eine andere Bedeutung bekommen. Sie symbolisieren jetzt Kraftquellen, die bei der Gestaltung des Lebens bewusst genutzt werden können.

In diesem transformativen Prozess ist das Horoskop ein Hilfsmittel auf dem Weg der Erkenntnis, das sich selber überflüssig macht, in dem Moment, da ich mich als Schöpfer meines Lebens begreife, denn jetzt stehen mir alle Türen offen.